Karin Hartmann

Wyda

Wyda, das Yoga der Kelten bringt Energie, Beweglichkeit und innere Zentriertheit. Als zertifizierte TEM Wyda-Trainerin, freue ich mich, im Rahmen meiner Fastenwochen, diese meditative Bewegungsform weiterzugeben. Für all jene, die Wyda intensiver erleben möchten, wurde der Workshop „Wyda – Yoga der Kelten“ konzipiert – 2022 erstmals als 3er-Serie!

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Rückblick:
Wyda im Juni 2021

WYDA Mental- und Körpertraining

Wyda, das „Yoga der Kelten“, bringt Energie, Beweglichkeit und innere Zentriertheit. Dieses körperliche und spirituelle Übungssystem wurde von den Druiden, den „Eichen-Weisen“ praktiziert, die als Priester, Heiler, Seher, Sternkundige und Barden die geistigen und kulturellen Führer der Kelten waren.

Die Druiden wurden im Gegensatz zur Normalbevölkerung meist sehr alt und das bei guter Gesundheit. Zu einem guten Teil führt man dies heute auf die Bewegungs- und Meditationsübungen zurück, mit deren Hilfe die Druiden „durch den Schleier gingen“, wie sich „Wyda“ übersetzen lässt. Sich in einen anderen Bewusstseinszustand zu versetzen war notwendig, um mit den Wesenheiten der Anderswelt in Kontakt zu treten – Gottheiten, Ahnen, Pflanzengeister.

So wie die Chinesen Qi Gong und die Inder Yoga praktizieren, so lehrt Wyda heute in der TEM, der Traditionellen Europäischen Medizin, den Geist zu beruhigen, schult die Wahrnehmung und Konzentration, löst Blockaden und harmonisiert den Energiefluss.

Wyda ist Achtsamkeit, Erkenntnis und Freude

Die sanften Übungen sind getragen durch Achtsamkeit und führen zu Erkenntnis und Freude.  Die Kelten glaubten an die Einheit des Menschen mit der Natur. Bei Wyda geht es um die Nutzung dieser Einheit und darum, den natürlichen Energiefluss zu stärken und zu harmonisieren.

Die Übungen geben uns ein Handwerkszeug mit auf den Weg einer selbstverantwortlichen Gesundheitsvorsorge. Wer sich dafür entscheidet wird auf Dauer zu mehr Gleichgewicht, Zufriedenheit, Gesundheit, Gelassenheit, Offenheit und entspanntem Umgang mit sich selbst und anderen finden.

2019 habe ich im 1. TEM Zentrum in Bad Kreuzen die Wyda-Trainer-Ausbildung absolviert und freue mich seither, diese wunderbare, meditative Bewegungsform unserer Vorfahren weiterzugeben.

WYDA – Wie die europäische Cousine von Yoga am Leithaberg Einzug hielt

Von Wyda (sprich: wüda) haben die wenigsten schon etwas gehört. Es handelt sich dabei um die europäische Version von Yoga. Auch dieses Körperübungs- und meditationssystem hat das Ziel, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Obwohl die Wyda-Übungen weniger auf der Matte, sondern am besten barfuß in der Natur und meist stehend praktiziert werden, wurden von den Autoren des Buches „WYDA – Die Kraft der Druiden“ festgestellt, dass Wyda in mancher Hinsicht dem Yoga ähnlich ist.

Die Ähnlichkeit von Yoga und Wyda ist jedoch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass beide Völker, Inder und Kelten, indogermanischen Ursprungs sind. Um das 2. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung trennten sich einige indogermanische Stämme von Europa und gelangten auf ihren Wanderungen in den Orient und nach Indien, wo sie sich niederließen und mit den einheimischen Völkern vermischten. Manche Stämme kehrten Jahrhunderte darauf wieder nach Europa zurück und siedelten sich vor allem in der Normandie, der Bretagne und später auch auf den britischen Inseln an.

Die nach Indien eingewanderten Indogermanen entwickelten das Kastensystem, um sich zunächst von den drawidischen Ureinwohnern Indiens abzugrenzen. Die höchste Kaste, die Priester oder Brahmanen, hatte wohl eine ähnliche Funktion wie die Druidenpriester in Europa.

Wahrscheinlich entwickelte sich die heutige Form des Yoga etwa um diese Zeit, möglicherweise als ein Ergebnis des Kontaktes der Indogermanen mit der drawidischen Bevölkerung. Archäologische Funde legen nahe, dass es bereits vor der arischen Einwanderung in Indien ein yogaähnliches System gab. Auf dem sogenannten Pashupati-Siegel aus Mohenjo Daro (ca. 2500 vor Christus) sieht man einen gehörnten Gott im Yogasitz, umgeben von wilden Tieren. Die Darstellung hat große Ähnlichkeit mit Darstellungen des keltischen Hirschgottes Cernunnos – möglicherweise auch ein Hinweis auf Gemeinsamkeiten zwischen indischem und keltischem Geistesgut. Es ist durchaus möglich, dass Wyda und Yoga eine sehr viel ältere gemeinsame Wurzel haben.

Warum ist Wyda im Gegensatz zu Yoga so unbekannt?

Die Druiden kannten die esoterische Schulung von Körper, Seele und Geist – das Wyda-, doch hielten sie die Lehre geheim und machten sie nur Auserwählten zugänglich. Von Generation zu Generation wurde dieses wertvolle Wissen weitergegeben und erst in den 1980er Jahren kam es in Irland durch Zufall erstmals zum Vorschein. Drei deutsche Freunde, ein Heilpraktiker und Psychologe, ein Musikpädagoge und ein Biologe, die allesamt seit langer Zeit Yoga und Thai Chi praktizierten, wurden auf einer Reise in Südengland auf einem Mann aufmerksam, der am Ufer eines Baches, ihnen unbekannte Meditationsübungen durchführte.

Es handelte sich dabei um einen Iren, der, wie sich später herausstellte, Wyda praktizierte. Er berichtete, dass in der Familie seines Vaters diese Übungen schon so lange man denken konnte überliefert worden waren. Es wurde ihnen große Wirkung auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlergehen zugeschrieben, und seine Familie war bekannt für ihre Gesundheit, wie er sagte. Er war stolz darauf, noch nie in seinem Leben bei einem Arzt gewesen zu sein. Die Freunde schätzten den Mann auf 60 Jahre, tätsächlich war er 76!

Es ergab sich, dass der Ire die drei interessierten Freunde bei sich aufnahm, sie unterrichtete und ihnen gestattete, einen Großteil des alten druidischen Wissens der Nachwelt preiszugeben. Und so wurden die drei Freunde zu den Autoren des Buches „Wyda – Die Geheimlehre der Druiden“, das 1989 erschien.

Jahrzehnte später, hat man im TEM Zentrum in Bad Kreuzen, auf der Suche nach einer Alternative zu fernöstlichen Lehren, dieses Buch studiert, das den Einsatz bei gesundheitlichen Problemen im Detail beschreibt. Nach intensiver Erprobung  und Verfeinerung des beschriebenen Übungssystems, ist man in Bad Kreuzen, wo man sich seit 2009 aktiv mit der Traditionellen Europäischen Medizin auseinander setzt, zur Erkenntnis gekommen, dass sich Wyda hervorragend als unterstützendes Therapieangebot eignet. Aber es sollten nicht nur die Gäste im Haus von Wyda, dem neu entdeckten meditativen Bewegungsübungen profitieren, also wurde die TEM Wyda-Trainer Ausbildung ins Leben gerufen. In der Zwischenzeit qualifizierte sich die Curhaus Marienschwestern GmbH mit dem TEM Wyda Trainer Konzept beim European HEALTH & SPA AWARD 2020 in der Kategorie „Best Signature Treatment“ und konnte den 2. Platz (Best in Austria) erreichen.

Ich persönlich bin das erste Mal im Mai 2018, im Rahmen meiner Fastentrainer-Ausbildung, mit Wyda in Berührung gekommen. Ich wollte mehr darüber wissen, und schon bin ich bei der Wyda-Trainer Ausbildung in Bad Kreuzen gelandet. Es war eine sehr intensive Ausbildung, aus zwei Modulen in Bad Kreuzen und vielen Übungsstunden zu Hause. Seit Dezember 2019 bin ich zertifizierte TEM Wyda-Trainerin und baue die Übungen seither sehr gerne sowohl bei meinen Fastenwochen als auch bei meinen Kräuterwanderungen am Leithaberg ein.

2021 habe ich Wyda erstmals als Einzelveranstaltung angeboten – „Wyda am Leithaberg“. Ein paar Monate davor hatte ich die Möglichkeit genutzt, in der Barbara Karlich Show über Wyda zu sprechen. Meine Befürchtung, dass es dadurch zu einem regelrechten Andrang kommen würde, blieb unbegründet. Dennoch wurde es ein schöner Workshop, den ich eine Woche später sogar in Kastelruth wiederholen durfte! Vielen Dank, liebe Monika Malfertheiner, dass du mir die Gelegenheit dazu geboten hast!

Für 2022 steht eine 3teilige Wyda-Serie am Leithaberg am Programm. Details dazu findest du hier.

Vier Frauen, die auf einer Wiese stehen und die Druidenfaust an die Brust zum Emotionalfeld halten.
Wyda am Leithaberg, Juni 2021

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