Wow! Welch eine Bereicherung für meinen Erfahrungsschatz! 🥰 Erstmals in meiner Karriere als Fastentrainerin habe ich den Schritt gewagt, ein Seminar zusammen mit einer Co-Trainerin abzuhalten. Gar keine so leichte Entscheidung, wenn man das Zepter am liebsten alleine schwingt. Aber es gibt ganz besondere Menschen, bei denen man sich ganz sicher ist, dass es ein wertvolles Miteinander sein wird. Und plötzlich ist das Abgeben des Zepters so eine bereichernde Wohltat, dass ich mich direkt daran gewöhnen könnte. Die liebe Sabine Wilde hat unsere 10 Teilnehmenden und mich 6 Tage lang mit ihren Yoga-Künsten und ihrem liebevollen Wesen in ihren Bann gezogen. Wir alle zwölf haben uns darin geübt, das rechte Maß zu finden, sowohl auf der Yogamatte, als auch in unseren Bäuchen. Ob uns das wohl fastender Weise gelungen ist? Diesmal war nämlich Vieles anders… perfekte Voraussetzungen für ein Fastenmethoden-Experiment! 🤩
Diese Fastenwoche war so viel anders, als alle jene, die ich bisher abgehalten hatte. Mein Rahmenprogramm, das sonst aus ausgiebigen Wanderungen, Nordic Walking, Wyda, Trommeln usw. besteht, wurde auf einen 1-stündigen Spaziergang geschrumpft, um Raum für Sabines wertvolle Yoga-Einheiten zu schaffen. Der komplette Tagesplan samt Essenszeiten musste so geplant werden, dass wir uns stets mit leerem Magen auf der Yogamatte treffen konnten, und uns trotzdem nie die Kraft ausging. Bei dreieinhalb Stunden Yoga am Tag und dem vollen Fastenprogramm eine kleine Herausforderung. Perfekte Situation für ein kleines Experiment. 🤩 Basenfasten einmal anders…
Das Fastenmethoden-Experiment
Wir haben uns auf nur zwei Mahlzeiten beschränkt. Nach der 2-stündigen Morgen-Yoga-Einheit gab es um 10:00 Uhr ein basisches Frühstücksbuffet. Das rechte Maß zu finden kann bei einem Buffet eine besondere Herausforderung sein. Aber in Anbetracht dessen, dass eine 6 stündige Essenspause folgte, durfte es auch etwas mehr sein.



Ab dem 4. Tag haben wir das Frühstücksbuffet aufgrund der fordernden Yoga-Einheiten mit gesunden Säurebildnern (Eiweiß) ergänzt: glutenfreier Haferbrei + Skyr
Nach der Mittagsruhe mit Leberwickel, dem Spaziergang und der anschließenden eineinhalbstündigen Yoga-Praxis wurde um 17:00 Uhr von Alice Tauss ein nährendes 2-gängiges Abendessen serviert.






Auch die Hauptspeise wurde ab dem 4. Tag mit gesunden Eiweißlieferanten, nämlich mit Hülsenfrüchten (Kichererbsen, Linsen, Bohnen) ergänzt.
Die 6-stündige Essenspause von 11:00 bis 17:00 Uhr wurde bestens angenommen. Nur in den seltensten Fällen wurde auf das Notfallbuffet (Obst, Nüsse) zugegriffen.
Durch das frühe Abendessen (17:00 Uhr) und das späte Frühstück (10:00 Uhr) haben wir bei diesem modifizierten Basenfasten automatisch 16/8 Intervallfasten praktiziert, und das sehr erfolgreich! Das Experiment ist also geglückt! 💪🏼
Die Location
Das Biodynamische Weingut Tauss ist eingebettet in die hügelige Landschaft bei Leutschach an der Weinstraße. Alice Tauss hat uns mit hochwertigsten und köstlichsten Mahlzeiten versorgt. Vielen Dank, Alice! Weine haben wir in dieser Woche freilich keine probiert.



Unsere Yoga-Praxis
6 Tage lang sind wir mit Yoga in den Tag gestartet. Um 7:30 Uhr haben wir uns mit leerem Magen auf der Yogamatte getroffen, und uns unter Sabines wunderbarer Anleitung zwei ganze Stunden lang in Yoga geübt. Was sanft begann, ist nicht selten in schweißtreibendes Krafttraining ausgeartet. 😅 Ganz bewusst haben wir auf diese yogische Weise unseren Kreislauf in Schwung, und danach unseren Atem zur Ruhe gebracht.
Am Nachmittag folgte eine weitere, eineinhalb-stündige, sanftere Einheit, wo wir auch verschiedene Atem- und Meditationstechniken kennengelernt haben. Zur Yoga-Philosophie gab es dann Abends viel Interessantes zu hören.






Bis zum Ende der Woche haben wir alle Veränderung wahrgenommen. Mehr Kraft, mehr Beweglichkeit, mehr Ruhe…. er fühlt sich gut an, dieser mittlere Weg.

Vorträge & Workshops Fasten & Ernährung
Meine Aufgabe bei diesem Retreat war es, die Gruppe sicher durch den Fastenprozess zu begleiten, die verschiedenen Fastenanwendungen zu lehren und vor allem Fastenfreude zu verbreiten! Dabei steht die Vorführung des Einlaufs auf der Beliebtheitsskala ganz oben. 🤩



Besonders spannend war diesmal auch unser glutenfreies Sauerteigbrot-Experiment. Erstmals habe ich einen Sauerteig mit Buchweizenmehl probiert. Damit haben wir dann unser glutenfreies Brot für das Abschiedsfrühstück gemacht. Das Rezept wird in meinem nächsten Newsletter preisgegeben. (oder wenn du diesen Blogartikel erst nach Anfang April 2026 liest, findest du das Rezept in meine Blog.)



Die Sprossenzucht durfte natürlich auch nicht fehlen. Und dann wurde noch ganz viel Ernährungswissen aufgetischt. Nährstoff- und Energiebedarf, verschiedene Ölqualitäten und Eiweiß waren Themen, aber auch mit Ernährungsökologie haben wir uns beschäftigt.



Die Teilnehmer nehmen neben ihren gestählten und durchgedehnten Körper auch einen Koffer voll Wissen und Inspiration mit nach Hause. Sie haben nämlich alle gut aufgepasst und haben brav gerechnet und mitgeschrieben. 👍🏼Vielen Dank! Ihr bekommt alle ein goldenes Sternchen für eure motivierte Mitarbeit! ⭐
Unsere Spaziergänge
Und weil Bewegung an der frischen Luft beim Fasten keinesfalls fehlen darf, haben wir uns zwischen Leberwickel und Nachmittags-Yoga auf Wanderschaft begeben. Täglich waren wir 1 – 2 Stunden unterwegs. Außer am letzten Tag, da waren es gar dreieinhalb! 😊






Insider & Wuchtln
Obwohl wir sehr viel Zeit in besinnlicher Stille miteinander verbracht haben, wurde in dieser Woche so viel gelacht, wie selten zuvor. Es ist so herrlich, wenn ausgelassene Fröhlichkeit die Herzen erhellt, und die Bauchmuskeln zum Schwingen bringt. Ich habe immer noch ein breites Grinsen im Gesicht, wenn ich an die Wuchtln der letzten Tage denke. 😁🤣
- Zwutschkale (Isabels Übersetzung von „Zwutschkal“ für unsere Kärntnerinnen)
- Juristen-Stammtisch
- Christines Geschichte mit den gefrorenen Würsten, die Claudia dazu bewogen, nach einer Bürste zu suchen.
- Die rostigen Weingläser (damit habe ich Thomas zum Lachen gebracht)
- Sabines unverfrorenes Ausgefratschle unserer lieben Wirtin…. „blöd wird es nur, von jemand wen anderen hat“…. und die Antwort darauf, die alle zum Verstummen brachte. Sabine, du bist a echte Düsen!
- Susannes Umgang mit KI, ganz trocken am Tablet serviert, hat mir immer einen Grinser und fröhlichen Herzhüpfer entlockt.
- Auch die Idee, der Vermieterin einen neuen Drucker anzudrehen, oder sich doch lieber als Thermomix-Beraterin selbstständig zu machen find ich auch nicht schlecht. 🤣
- Babsis Fotografiekünste 🙈 Es fällt ihr einfach nicht auf, wenn sie ihrem Mann den Kopf abschneidet! 🤣

Und das ist nur der erste Schwung, der mir auf die Gachn eingefallen ist. Die ganze Woche war durchzogen von Blödeleien und Ausgelassenheit, natürlich nur außerhalb vom „Haus der Stille“, wo wir uns sehr hingebungsvoll der Yoga-Praxis gewidmet haben.
Dankeschön, ihr fantastischen fastenden Yoginis!
Dieses erste Fasten & Yoga Retreat hätte harmonischer gar nicht sein können! Es war so eine große Freude, diese Zeit mit euch zu verbringen, dass es sich in Worte gar nicht ausdrücken lässt. Daher drücke ich euch alle ganz herzlich und freue mich, wenn wir weiterhin in Kontakt bleiben. 💕
Herzlichen Dank auch für die schönen und wertschätzenden Geschenke! Ich habe eine Riesenfreude damit! 🤗


Fastenlust geweckt?
Wird es eine Wiederholung dieses fantastischen Retreats geben? Das steht noch in den Sternen. Falls du meinen Newsletter abonniert hast, wirst du jedenfalls darüber auf dem Laufenden gehalten.
Ob Fasten mit oder ohne Yoga – Meine nächsten Termine findest du HIER.
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