Kaum zu glauben, was man in 5 Tagen alles erleben kann! 🤩 Wobei… bei den ersten Tagen in Ischgl ging es mehr ums überleben. Das Trailrunning Seminar hatte es nämlich ganz schön in sich! 🥵 Aber man muss auch mal seine Komfortzone verlassen können, und sich mutig einer Herausforderung stellen. Fit alt werden geht halt nicht von alleine. Und wenn man sich gleich Profisportler zum Vorbild nimmt, merkt man erst, wie jämmerlich es um die eigene Fitness bestellt ist. 🙈 Grund genug um nicht locker zu lassen! Schließlich will ja auch noch der Großglockner mit all seinen Höhen und Tiefen erkundet werden! 🏔️Ich habe aber nicht nur 3 neue Orte, 1 neue Sportart, und den größten Berg Österreichs kennengelernt, sondern sicherlich auch etwas Muskelmasse zugelegt! 💪🏼
Vielleicht weißt du ja schon, dass es um meine Muskelmasse nicht so gut bestellt ist, und ich daran arbeite, diesen Missstand zu beheben. In meinem Blogartikel „Projekt Muskelmasse“ kannst du mehr darüber erfahren, falls es dich interessiert.
Jedenfalls konnte bei meinem Muskelaufbau-Vorhaben ein ordentliches Training der besonderen Art nicht schaden. Auch wenn es sich dabei um Trailrunning in Tirol handelt. Oder hatte ich mir da vielleicht doch zuviel zugemutet? Laufen ist ja nicht gerade meine Stärke. Beim genauen Blick auf den Programmablauf (nach der Anmeldung!) wurde es mir gleich schlecht. 🤢
Trailrunning Seminar in Ischgl
Seminare habe ich ja schon viel besucht, aber an Sportlichkeit wird dieses hier wohl keines mehr übertreffen! Tatsächlich bin ich als absolutes Nicht-Lauftalent in einen Haufen von Profiläufern- und Spitzen-Freizeitsportlern hineingeraten. Unsere hochkarätigen Trainer, Wilhelm Lilge und Tanja Stroschneider, haben wie ein Magnet die High Society der Laufszene nach Ischgl gezogen…. und dazwischen halt Seppi und ich 🙈 … und ein paar ganz wenige Ausnahmen. Ich habe das Seminar über die SVS gebucht und wollte Seppi damit eine Freude machen, weil er so gerne läuft. Und tatsächlich hatte er in den 3 Tagen seine wahre Freude hier in Ischgl! Er konnte sogar gut mit den Profiläufern mithalten! 💪🏼 Ich blieb natürlich vollkommen auf der Strecke. 🥵 Aber ich habe brav durchgehalten und mein Ziel erreicht: Ich wollte dieses Seminar nur irgendwie überleben! 😅
Ankunft in Ischgl und Seminar-Start
Nach nur 6 Stunden Autofahrt sind wir sehr entspannt in Ischgl angekommen. Schließlich stand an diesem Tag ja nur die BIA Körpermessung am Programm und ein wenig Theorie. Aber weil das Wetter so schön war, wurde der Plan geändert und eine kurze Laufrunde von 6 km eingelegt! 🙈 Ich gebe zu, ich bin mein ganzes Leben noch nie so weit gelaufen! Dementsprechend lange habe ich auch gebraucht. Aber oh Wunder! Ich wurde an Langsamkeit sogar noch übertroffen! 💪🏼



Das Hotel Sonne
Im Hotel Sonne, im Herzen von Ischgl, hat es uns top gefallen. Leider hatten wir keine Zeit, um den Wellnessbereich zu genießen.



Trailrunning Seminar Tag 2
Mit dem Bus sind wir Richtung Galtür, nach Mathon gedüst und beim Wildpark ausgestiegen. Von dort ging es 3,5 km ultra-steil über einen Wurzel-Waldweg bergauf zum Berglisee. Laufen ging da überhaupt nicht, eher klettern. Die 600 Höhenmeter habe ich aber immerhin in weniger als 1,5 Stunden zurückgelegt!



Oben war es einfach herrlich! Der Berglisee und ein Bach waren die Belohnung für diesen anstrengenden Aufstieg. Danach ging es dann angenehme 1-2 km, sanft bergab, zu einer Hütte, wo ich mir eine kraftspendende Topfenstrudel einverleibt habe. Gestärkt ging es dann lustig laufend den Berg wieder hinunter… und zwar auf einem Gemisch von Schotterstraße und Waldweg, 3km in 30 Minuten. Und ich muss sagen, das hat mir sogar gefallen! Insgesamt haben wir für die gesamte Tour 3,5 Stunden gebraucht. Um 13:00 Uhr waren wir schon wieder zurück im Hotel.



Kaum verschnauft, ging es gleich mit interessanter Sport-Theorie weiter. Dabei haben wir unter anderem gelernt, wie wichtig Regeneration für den Körper ist. Deshalb habe ich die Nachmittagseinheit (Zirkel-Krafttraining am Sportplatz) gleich ausgelassen. Mit letzter Kraft habe ich mich in unser Zimmer in den 3. Stock geschleppt.



Trailrunning Seminar Tag 3
Das Seminar endete am Sonntag zu Mittag. Der Vormittag musste also noch unbedingt für einen ordentlichen Lauf genutzt werden. Am besten 600 Höhenmeter bergab, und natürlich über Stock und Stein, sonst wär es ja kein Trailrunning. Die Rauffahrt mit der Gondel war ja sehr angenehm, und das Wetter war herrlich. Auch der kleine Abstecher in die Schweiz und auf den Spielplatz haben mir noch gefallen. Aber die anschließenden 3,6 Laufkilometer talwärts waren wahrscheinlich die schmerzvollsten meines Lebens! Es wundert mich jetzt noch, wie ich es mit dem Muskelkater überhaupt geschafft habe!🙈






Dieser letzte Lauf hat dem Seppi besonders gut gefallen! Flink wie ein Wiesel ist er talwärts gehirscht und hat das Ziel als Zweiter erreicht! 💪🏼👍🏼Bravo Seppi! 🏅 Ein Hoch auch auf mich! Denn auch diesmal war ich nicht die Letzte! 💪🏼 Ich bin stolz auf meine Beine, dass sie so brav durchgehalten haben! 💕 Irgendwie haben sie mich nach der Abschlussrunde sogar noch bis zum Auto getragen. 🚗
Der anstrengendste Teil dieser kleinen Reise war geschafft! Jetzt wartete das nächste Abenteuer auf uns! Auf dem Weg zum Großglockner machten wir noch Halt in Kitzbühel, denn dort war ich auch noch nie.



Heiligenblut am Großglockner
Am Sonntag Abend sind wir nach einer herrlichen Fahrt über die Großglockner Hochalpenstraße im idyllischen Heiligenblut eingetroffen und haben in der Pension Ambrosi unser Quartier bezogen. Meine Beine waren von den ungewohnten Läufen der Vortage schwer in Mitleidenschaft gezogen. Schmerzenden Schrittes ließ ich mir trotzdem eine kleine Erkundungstour nicht nehmen.



Ausflug auf den Schareck
Am Montag hatten wir einen autofreien Tag. 😊 Mit der Gondel ging es direkt von Heiligenblut hinauf auf den 2606 m hohen Schareck. Der Blick auf den Großglockner war herrlich, aber die Landschaft dort oben war sehr karg. Wir sind dann bis zur Mittelstation hinunter gefahren und haben in der grünen Landschaft einen Spaziergang unternommen. Leider waren meine Beine an dem Tag immer noch nicht sehr einsatzfähig.






Franz-Josefs-Höhe & Großglockner
Yippie! Nach zwei Tagen schlimmen Muskelkater bin ich endlich wieder topfit! Und auch das Wetter war perfekt, um den Großglockner von nächster Nähe zu sehen! Wir fuhren also mit dem Auto die Glocknerstraße hinauf, bis zum allerhöchsten Punkt, und marschierten dann zur Franz-Josefs-Warte.



Auf der Terrasse haben wir dann zufällig Freunde getroffen!🥰 Der Ausblick, die Landschaft und die Murmeltiere dort oben waren so faszinierend, dass wir ziemlich herumgetrödelt haben.






Erst am fortgeschrittenen Nachmittag hat es uns dann doch nach etwas sportlicher Leistung gejuckt. Wir wagten also kurzerhand den steilen, niemals enden wollenden Abstieg zur Pasterze – dem Gletscher am Fuße des Großglockners. Den Aufstieg schafften wir immerhin doppelt so schnell als es am Schild stand. (30 statt 60 Minuten). Große Dankbarkeit an meine Beine, die sich in so kurzer Zeit selbst repariert haben.



Meine Erfahrung – Wie fühle ich mich nach diesen Tagen?
Eine liebe Fastenwander-Kollegin, Verena Hübner, bietet Bergtouren mit dem Titel „Die Kraft der Berge spüren“ an. Und genau das ist es, was ich in diesen 5 Tagen erfahren durfte. Von den Bergen geht wirklich eine unheimliche Kraft aus! Diese Kraft ist vielleicht nur ein Spiegel der eigenen unbändigen Kraft, die in jedem von uns schlummert. Wie sonst hätte ich es durch das herausfordernden Trailrunning Seminar geschafft und danach den Großglockner so genießen können? Ich fühle mich stärker als je zuvor, und motiviert, weiterhin an meiner Fitness zu arbeiten, auch wenn ich meine Komfortzone dafür verlassen muss. 😅

Danke! ❤️
Danke an meinen Körper, der so brav durchgehalten hat, an meinen Seppi, ohne dem ich diese Reise nie gemacht hätte, und an dich, für dein Interesse an meinem Leben und das Lesen dieser Zeilen. 🥰 Wenn dir dieser Blogartikel gefallen hat, kannst du mir gerne dein Feedback nachstehend als Kommentar hinterlassen. 💚

Liebe Karin,
herzlichen Glückwunsch zu deinem Mut immer wieder Neues auszuprobieren und die eigene Komfort Zone zu verlassen.
Ich übe mich auch gerade meine Fitness wieder aufzubauen.
Dazu gehört ebenfalls Laufen und auf die Berge kraxeln.
Dabei muss ich besonders auf meine Herzfrequenz achten.
War zu Beginn viel zu hoch unterwegs;
weite Strecken im Maximal Bereich.
Beim Laufen kommt es mir fast vor, dass ich einschlafe, so langsam muss ich Laufen um mein Herz nicht zu strapazieren.
Auch beim Berggehen langsamer treten.
Ich habe es aber in einem guten Monat geschafft, kaum mehr im Maximal Bereich unterwegs zu sein.
Training zahlt sich aus.🫠
Liebe Grüße
Petra
Liebe Petra,
ja, du gehst mit gutem Beispiel und voller Tatendrang voran! 💪🏼 Wäre doch gelacht, wenn wir es nicht schaffen würden, unsere Fitness zu steigern! 🤩
Volle Kraft voraus! 💪🏼